Antiquarisches Pamphletorium
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Nageleonidas, die Zweite.

Nur wenige Wochen nachdem König Nageleonidas, der bitte auch einmal ausreden möchte, an den Thermopylen der Wiener Freyung praktisch im Alleingang, mit 200 der alleredelsten Vertreter der Mitte der Gesellschaft, in der der weiße, deutsche, heterosexuelle Mann noch die Hosen an hat, das Abendland vor der Islamisierung gerettet hat, begibt er sich auf eine neue Mission.
 
Der vom Saulus zum Paulus geläuterte ehemalige Furry-Fetischist und Technophilosoph, welcher sogar schon einmal ein Buch zu dem Thema gelesen hat, aus welchem er in erstklassiger Taferlklassler-Manier rezitieren kann, hat ein neues Schlachtfeld ersonnen, auf welchem er, der einem Propheten gleich mit gottgegebener Einsicht gewappnet ist, die wahren Werte der Gesellschaft zu verteidigen wissen will.[1]
 
Immerhin ward ihm schon das Vermögen zuteil, in epiphanischer Erkenntnis, als einziger die Bedeutung und Auslegungsart seines musikalischen Schlages zu begreifen. So muss er sich auch jetzt nicht scheuen, über Wohl und Übel der gesellschaftlichen Implikationen eines paneuropäischen Schlagerfestivals zu urteilen, und gemäß seinem Urteil dagegen anzugehen.
 
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Susannonymus W.

Die Legende besagt, ein gefinkelter Anwalt aus germanischen Landen wollte einst seine Strafzettel nicht bezahlen. Ob der Unwiderlegbarkeit des Vergehens selbst ersann er einen ausgeklügelten, ja fast schon genialen Plan. Wenn schon seine Tat unleugbar sei, dann brächte man doch einfach den Kläger zu Fall.
 
So berief man sich auf einige, aus dem Gesamtkontext des Vertragswerkes hinsichtlich des Überganges vom deutschen Reich zur Bundesrepublik gerissene Textpassagen, und konstruierte daraus das vermeintliche Faktum, dass die Bundesrepublik Deutschland gar kein Staat, sondern eigentlich eine Firma wäre, welche keine Befugnisse zur Rechtsgebung, Rechtssprechung und Rechtsexekution hätte.
Statt dessen gäbe es immer noch das „deutsche Reich“, vertreten durch die eine oder andere diffuse Exil-Reichsregierung, welche dann schon mal die eine oder andere Reichsmark damit verdienen Reichspässe und ähnliches an Menschen zu verkaufen, die durch den Gedanken, es gäbe ihr Reich noch, wähnten man könne an alte „Größe“ wieder anknüpfen. Immerhin gibt es ja angeblich auch keinen Friedensvertrag des Reiches mit den Alliierten, also wäre der Kampf auch noch nicht verloren. [1]
 
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