Antiquarisches Pamphletorium
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Die Kirche im Dorf

Wieder wurde die politische Karriere eines unschuldigen heimatsozialen Lokalpolitikers Opfer der linkslinken Jagdgesellschaft, nur weil er sich im Stile des Vordichters Herbert Zweizeil von Hetzimdorf verkürzter Begriffe bedienen wollte, sich ihm aber anscheinend die subtile Abstraktionsfähigkeit seines Vorbildes versagte.
 
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Opferspiele

Es war im Jänner 2015, als ein fürchterlicher Anschlag der europäischen Öffentlichkeit den Atem raubte. Elf Menschen verloren dabei auf blutigste Weise ihr Leben. Bei öffentlichen Kundgebungen, sowie in sozialen Netzwerken, bezeugte man seine Trauer, sein Mitgefühl und seine Solidarität mit dem Spruch „Je suis Charlie“ („Ich bin Charlie“).[1]
 
Schon damals versuchte die europäische, antiislamische Gesinnungskameradschaft das fürchterliche Ereignis für ihre politischen Zwecke zu nutzen.[2]
 
Und jene Nutzung schrecklichster Ereignisse, wie eben den Anschlag in Paris, um daraus politisches Kleingeld zu schlagen, gewann dieser Tage, dank eines Vertreters der volkstümlichen austroamerikanischen Musik und seinen nationalpopulistischen Fürsprechern, eine neue, besonders takt- und pietätlose Dimension.
 
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Nageleonidas, die Zweite.

Nur wenige Wochen nachdem König Nageleonidas, der bitte auch einmal ausreden möchte, an den Thermopylen der Wiener Freyung praktisch im Alleingang, mit 200 der alleredelsten Vertreter der Mitte der Gesellschaft, in der der weiße, deutsche, heterosexuelle Mann noch die Hosen an hat, das Abendland vor der Islamisierung gerettet hat, begibt er sich auf eine neue Mission.
 
Der vom Saulus zum Paulus geläuterte ehemalige Furry-Fetischist und Technophilosoph, welcher sogar schon einmal ein Buch zu dem Thema gelesen hat, aus welchem er in erstklassiger Taferlklassler-Manier rezitieren kann, hat ein neues Schlachtfeld ersonnen, auf welchem er, der einem Propheten gleich mit gottgegebener Einsicht gewappnet ist, die wahren Werte der Gesellschaft zu verteidigen wissen will.[1]
 
Immerhin ward ihm schon das Vermögen zuteil, in epiphanischer Erkenntnis, als einziger die Bedeutung und Auslegungsart seines musikalischen Schlages zu begreifen. So muss er sich auch jetzt nicht scheuen, über Wohl und Übel der gesellschaftlichen Implikationen eines paneuropäischen Schlagerfestivals zu urteilen, und gemäß seinem Urteil dagegen anzugehen.
 
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