Antiquarisches Pamphletorium
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Für einen Kübel voll Schmutz mehr

Konnte man letzte Nacht noch kaum der freudigen Antizipation fortlaufender Ereignisse in der Causa der salzburgischen heimatsozialen Querelen Herr werden, so erfreut man sich heute der mangelnden Enttäuschung die das Ausbleiben einer solchen Fortsetzung mit sich gebracht hätte.
 
Noch des Nächtens wurden die metaphorischen langen Messer gewetzt, und vier der mutmaßlichen Agitatoren, welche durch die Verbreitung übler Gerüchte den Parteiaustritt eines Landtagsabgeordneten heimatsozialer Prägung verursacht haben sollen, aus der landespolitischen Manifestation ihrer weltanschaulichen Kameradschaft ausgeschlossen[1].
 
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Der Tag des Herren.

Während im Mittelmeer heute wieder einmal wahrscheinlich an die 700 Menschen bei dem Versuch, die Todesgrenzen des humanistisch so hochstehenden und erhabenen Abendlandes zu überwinden[1], umkamen, waren in der Reichshauptstadt Wien diejenigen am Wort, deren dauerhafte Agitation gegen Menschen anderer Religion und Herkunft jenes Klima erst erschufen, in dem solch betrüblichen Nachrichten mehr Spott und Häme denn betroffene Antizipation hervorrufen.
 
Der Bundesheinrich, der Kanzler der Herzen und ewige Bundesspitzenkandidat, welcher, wie wir betroffen erfahren mussten, auch schon Opfer sexueller Übergriffe war, aber dennoch Gesetze zum Schutz der Opfer als unnötig erachtet, durfte in einem ausführlichen Fernsehinterview wieder einmal darlegen, warum seiner Meinung nach der Islam wohl eine anerkannte Religion sei, aber dennoch in Europa irgendwie nichts verloren hätte. Wohlweislich verschweigend die Implikation, dass wohl auch Menschen dieses Glaubens unerwünscht wären[2].
 
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Macht nichts.

Eine kleine Zeitung veröffentlichte gestern einen kleinen Artikel über den Bundespitzenkandidaten aller Klassen, dessen Aspiration auf eine hohe Funktion in der österreichischen Politik ihn bis jetzt in Realität nicht weiter als auf das Dach des Parlaments gebracht hat.[1]
 
10 Jahre führt er nun, die Partei wie einen Bierkrug fest in der Hand, die Gesinnungskameradschaft, welche nach der Spaltung durch die Kärntner Sonne in Trümmern lag, und schaffte es durch stetige Hetze, das schüren von Ängsten und projizieren von Schuld auf Andersstämmige und Andersgläubige bis zu 27% der Bevölkerung auf seine Seit zu ziehen.
Auf dem Papier und in Sonntagsumfragen zumindest.
 
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Orth-ochthone Lausbuberein.

Der schöne Ort Orth an der Donau, gelegen im malerischen Marchfeld, im südöstlichen Gau Niederdonau, wird dank dem Listenzweiten der Heimatsozialen Partei, und dessen spektakulären politischen Zeichensetzungen, immer wieder zum Brennpunkt gesellschaftlicher Grundsatzdebatten.
 
So protestiert man gerne gegen den Bau einer – dem Kulturbetrieb zugedachten – Mehrzweckhalle, weil man doch eh einen Kuhstall für Veranstaltungen hätte, man zelebriert die Aufstellung einzelner, neuer Mistkübel mit allem Pomp und Trara, wie man es sonst nur aus großen Städten bei der Einweihung wichtiger neuer Gebäude kennt, man bemüht sich – wie die nationalpopulistische Partei allerorts – darum den interkulturellen Dialog in Schulen durch die verpflichtende und ausschließliche Anwendung der deutschen Sprache in der verbalen Kommunikation zu unterbinden, und man posiert auch mal gerne zu Weihnachten-, Verzeihung, zum Julfest traditionsbewusst in zerissenen Bluejeans vor einem Christ, ich meine natürlich Julfestbaum.[1]
 
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Zahlenspiele

Wahlsonntag ist, also umfragetechnisch. Bei einer Art Tageszeitung die sich, warum auch immer, so nennen darf, wie die politische Verwaltungseinheit in der wir leben.
 
Und stolz präsentiert uns der Bundesheinrich, der meisterliche Reiter auf den bunten Statistikbalken, der Erdrutschsieger der Herzen, eine Schlagzeile ohne die Quellen zu nennen, die da lautet „Wien: Rot-Grün verliert Mehrheit“.[1]
 
Wohl um den „euphorischen Hubel“[2], wie das bei Blaupostern so heisst, seines Fußvolkes nicht zu unterlaufen, verschweigt er kleine, unwichtige Details. Warum auch nicht. Wer der heimatsozialistischen Partei anhängt, und derer Propaganda glaubt, lebt zumeist in großer Angst, sich in der U-Bahn mit Islam oder Homosexualität anzustecken, sich forciert durch Bettler als geiziger Mensch outen zu müssen, oder dass einem der Himmel in Form von Chemtrails auf den Kopf fällt. Und wer will so jemandem schon das bisschen Freude durch Fakten verderben wollen.
 
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