Zu gerne erinnern wir uns an das, der Volksbildung zugedachte, in einfachen Bildern erklärte Werk „Sagen aus Wien“, welches uns die nationalpopulistische Partei vor einigen Jahren selbstlos und kostenfrei zukommen liess.
 
Schon damals behaupteten böse Geister, welche der heimatsozialen Partei nicht wohl gesonnen waren, die vereinfachten bildlichen Darstellungen, die zum Beispiel den blauen Ritter Heinrich zeigten, wie er ein Kind auffordert für den Lohn einer Wiener Wurstspeise dem „Mustafa“ eine mit der Steinschleuder „aufzubrennen“, würden versuchen die Meinung der Bevölkerung gegen Migranten türkischen Ursprungs aufzuhetzen[1].
 

Man wollte doch nur den, hauptsächlich auch nur in den eigenen Köpfen existierenden, Kampf der Kulturen, spielerisch darstellen.
Auch die Abbildung anders Denkender als Drogen konsumierende Ratten war natürlich nur ein liebevoller Seitenhieb auf die politische Konkurrenz, und auch hier wäre die Behauptung, es hätte sich um reine Hetze gehandelt, natürlich pure Verleumdung.
 
So geschah es, dass sich die Partei der abendländischen Tradition auch in diesem Wahlkampf um die Macht in der Reichshauptstadt der Ostmark, des Verkürzens von Propaganda und Hetze in Form von Bildergeschichten besann, und ein besonders geschmackvolles Exemplar jener Gattung zur Veröffentlichung brachte[2].
 
Hier sieht man neben einer im Müll lebenden kiffenden Ratte (der Tradition zwegen), einen schwarz vermummten Krieger mit Maschinengewehr, dank Krummsäbel subtilst als dem Klischee entsprechender Moslem ausgewiesen, einen ungewaschenen Jugendlichen mit Baseballschläger und Baseballkappe, welcher eine Spritze schwingt – ein klarer Hinweis auf die Problematik zuckerkranker Sportler. Dahinter winkt ein kiffender Herr, anhand der Gefängnisuniform klar als Asylsuchender aus Disneyland zu identifizieren, glorifizierend mit seinen Dietrichen.
Auch nicht vergessen wird auf die, anscheinend vielen männlichen Wählern der heimatsozialen Partei tief innewohnende Angst gegenüber der legendären Manneskraft afrikanischer Zuwanderer, bildlich inszeniert in Form eines – anscheinend der Rastafari Religion anhängenden – Mannes, der einem wohlfeilen blonden Dirndl auf übelste Weise nachstellt.
 
Abgerundet wird die grafische Aufarbeitung gängiger patriotischer Phobien noch durch den Hinweis auf verborgene Gefahren, versinnbildlicht durch arabisch anmutende Fahnen, wie man sie aus Berichten über den IS zu kennen glaubt, auf denen jedoch, spiegelverkehrt geschrieben, subtile Botschaften wie „Arsch“ oder „Scheisse“ stehen.
 
Die Frage die ich mir nun, nach eingehendem Studium des Kunstwerkes, noch stelle ist folgende: Was hat der Inhalt des Bildes mit der Bildüberschrift „Bist du kriminell, ab in die Heimat aber schnell!!!“ zu tun?
In welche Heimat sollte man denn die vielen, wegen diverser Rechtsbrüche verurteilten heimatsozialen Politiker schicken, die sind doch von hier[3]?
 
Ob dieser Inkohärenz verwirrt wünsche ich ihnen dennoch einen schönen ersten Mai.
 
Freundschaft!
♥-lichst, Patricius.
 
 


[QUELLEN]
[1]http://derstandard.at/
[2]https://www.facebook.com/HCStrache/
Screenshot: Facebook
Screenshot 2015-04-30 23.17.42

[3]Plebejika: Law & Odeur
 
 


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