Eine kleine Zeitung veröffentlichte gestern einen kleinen Artikel über den Bundespitzenkandidaten aller Klassen, dessen Aspiration auf eine hohe Funktion in der österreichischen Politik ihn bis jetzt in Realität nicht weiter als auf das Dach des Parlaments gebracht hat.[1]
 
10 Jahre führt er nun, die Partei wie einen Bierkrug fest in der Hand, die Gesinnungskameradschaft, welche nach der Spaltung durch die Kärntner Sonne in Trümmern lag, und schaffte es durch stetige Hetze, das schüren von Ängsten und projizieren von Schuld auf Andersstämmige und Andersgläubige bis zu 27% der Bevölkerung auf seine Seit zu ziehen.
Auf dem Papier und in Sonntagsumfragen zumindest.
 

Das Pech, aber auch das Glück des Bundesheinrich ist es, dass seine heimatsoziale Bewegung, trotz des anscheinenden Zuspruchs durch Teile der Bevölkerung, noch keine wirklichen Machtpositionen einnehmen kann. Glück für die nationalpopulistische Partei deshalb, weil ihre Versprechungen, die so ausgeklügelt auf Lügen und halsbrecherisches Wendehalsen aufgebaut sind, in Realität nicht umzusetzen sind, ohne die Republik noch in weit größere Bedrängnis zu bringen, als es schon zu Zeiten der letzten Regierungsbeteiligung dieser Partei geschah.
 
Und damit würde der Bewegung das selbe Schicksal widerfahren, wie es sich schon unter der Führung des Bärentalers zutrug, die komplette Selbstzerstörung, und ob das Manöver einer Spaltung, um die Verantwortung auf ein paar hilflose Strohmänner abzustreifen, noch einmal gelingen würde, bleibt zu bezweifeln.
 
Ein kleines Detail in dem kleinen Artikel der kleinen Zeitung, und ich kann dies nur als satirischen Seitenhieb interpretieren, ist der Hinweis auf die erfolgreiche Zurückdrängung der Burschenschafter in der Partei (Nur 18 der 40 heimatnationalen Mandatare im Parlament sind Burschenschafter[2]) und die gelungene Abgrenzung vom rechten Rand, wie ja gerade erst der junge Listenzweite aus Orth an der Donau bewiesen hat.[3]
 
In diesem Sinne stehe auch ich nicht an, dem Heinrich mit den großen Uhren, Sohn des Erdberger Ghettos, zu seiner zehnjährigen Parteiführung zu gratulieren, und wünsche ihm noch viele erfolgreiche Rauchpausen am Parlamentsdach, während im hohen Haus darunter echte Politiker in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen können.
 
♥-lichst, Patricius.
 
 


[QUELLEN]
[1]http://www.kleinezeitung.at/s/politik/innenpolitik/4706458/10-Jahre-Strache_Wahlsieger-ohne-Macht
[2]http://derstandard.at/1395364772818/In-der-Hand-von-Burschen–und-Maedelschaften
[3]http://www.noen.at/nachrichten/lokales/aktuell/gaenserndorf/
Kuehnengruss-und-Keltenkreuz-Wirbel-um-FP-Funktionaer;art2633,622261

 
 


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