Während die Landesregierung des südlichsten der österreichischen Gaue sich in der Reichshauptstadt mühen muss, mit finanziellen Mitteln ausgestattet zu werden, um ihr nicht wirklich geringfügiges Liquiditätsproblem zu lindern[1], und sich die Bevölkerung darob erbost, Verantwortung für Größenwahn, Verschwendungssucht und Korruption unter ihrem einstigen gewählten Landesfürsten, Jörg Bleifuß zu Phaeton von Wolfsburg, übernehmen zu müssen, streitet man in den heimatsozialen Führungsbunkern um die besten Sitzplätze auf den Trümmern ihrer Politik.
 

Nur wenige der begehrten Versorgungsposten sind noch übrig, der Vizestatthalter darf sich um öffentliche Waagen und Uhren kümmern, ein anderer bekommt die dankbare Aufgabe, sich um alles sorgen zu dürfen, was die Bürger nach gelungener Verdauung zu verlassen gedenkt[2].
 
Ein Dritter wiederum, einst Stadtrat, der sich nun mit dem minder bezahlten Posten eines Gemeinderates begnügen muss, erwägt sogar, seiner bezahlten Verpflichtung gar nicht erst nachzukommen, denn er befürchte einen Rechtsruck in der nationalpopulistischen Partei. Dies wäre wahrlich bedrohlich, da in jenem Falle die Partei mit wehenden Fahnen über den rechten Rand der Erdscheibe ins politische Nichts kippen könnte.
 
Hinter den Kulissen arbeitet man derweil fest an der Schaffung neuer bezahlter Posten, wie zum Beispiel „Ehrenobmann“, wo man endlich, ohne Kompetenzen, und ohne Verantwortung übernehmen zu müssen, ein ordentliches Salär kassieren könnte, ohne ständig danach gefragt zu werden, wo denn eigentlich irgend eine ominöse erbrachte Leistung zu finden sei.
 
In der westlichen Ostmark bildet man inzwischen eine neue Achsenmacht, um aus der Machtlosigkeit der Opposition heraus, die Machtträger besser kontrollieren zu können. Geschehen soll dies, wie gehabt, durch unsinnige Anfragen, welche die Regionalparlamente am Arbeiten hindern, sowie durch quängelnde Zwischenrufe, lautstarkes Beleidigt sein, ob der Tatsache, dass man nie mitregieren darf, nur weil man sich durch den hetzenden populistischen Stil politisch isoliert hat, als auch durch das lautstarke Gewinnen von Umfragen, ohne bei Wahlen, außer einprozentigen Erdrutschiegen, brauchbare Ergebnisse vorweisen zu können[3].
 
Und weil wir gerade bei Umfragen sind, das Burgenland wählt in wenigen Wochen einen neuen Landtag und die heimatsoziale Partei ist trotz marginaler Zugewinne weit davon entfernt die bolschewikische Dominanz zu brechen[4]. Zu schade auch, vielleicht werden deshalb diese Umfragen auch nicht wie sonst von der Partei in sozialen Netzwerken breit getreten.
 
♥-lichst, Patricius.
 
 


[QUELLEN]
[1]http://derstandard.at/2000014614655/
Finanzierungskrise-Land-Kaernten-braucht-340-Millionen-Euro

[2]http://www.kleinezeitung.at/k/kaernten/klagenfurt/peak_klagenfurt/4715946/
Klagenfurt_Turbulenzen-in-der-FPO?direct=4703805&_vl_backlink=/k/
kaernten/landespolitik/wahlen/4703805/index.do&selChannel=

[3]http://derstandard.at/2000014549706/Blau-will-schwarze-Westachse-kontrollieren
[4]http://derstandard.at/2000014794311/Umfrage-SPOe-bei-44-Prozent-OeVP-bei-31
 
 


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