Er hat euch nicht belogen, sagten die Plakate. Kärnten wird reich, sagte der, von dem gesagt wurde, er hätte euch nicht belogen.
 
Kärnten ist pleite. Hoppala.
 
340 Millionen braucht das Land, welches als Vorzeigemodell heimatsozialzukunftsbündnischer Finanzpolitik herhalten sollte.
Fast 225 Millionen davon sollen zur Schuldentilgung notwendig sein[1].
 

Mehr als 60 Millionen Liter Diesel hat man über landeseigene Tankstellen weit unter Marktpreis verkauft[2], Bargeldgeschenke, wie dem Jugendtausender oder dem Mutterkreuzgeld…Verzeihung dem Babygeld, also Stimmenkauf durch Einmalzahlungen anstatt nachhaltiger Förderung, wurden gemacht, Stadien ohne anhaltenden Nutzungswert wurden gebaut,
Haftungen für Kredite wurden eingegangen, die den finanziellen Rahmen des Landes um ein vielfaches sprengen sollten, und schier endlos weiter könnte man diese Liste führen[3].
 
Verantwortlich dafür ist? Natürlich niemand. Die Partei des Sonnenkönigs aus dem Bärental hat mehrfach ihre welke Haut abgestreift, und mit ihr gleichsam jegliche Verantwortung, obschon, trotz sich stetig änderndem Parteinamen die Protagonisten doch die selben blieben. Bis auf den einen, der sich unfreiwillig im Vollrausch seiner Selbstherrlichkeit selbst entleibte.
 
Und trotzdem, da es nun daran geht, die letzten Reste jener rein auf Stimmenmaximierung aufgebauten und, in Hinblick auf die Zukunft der Finanzen des Landes, vollkommen rücksichtslosen Politik ihrem verdienten Ende zuzuführen, heult man in der heimatsozialen Partei laut auf.
 
So sehr man auch natürlich keine Verantwortung an dem monetären Desaster haben will, so sehr bemüht man sich, die sinnlosen und budgetär selbstmörderischen Geldgeschenke, welche die Ursache der Misere sind, als Markenzeichen freiheitlicher Sozialpolitik zu verkaufen. Ein argumentativer Doppelaxel, wie ihn sich nur eine Partei wie die Nationalpopulistische zu platzieren getraut[4].
 
Noch lange wird das Experiment blau-orangener Regierungsgewalt in Kärnten die heimischen Gerichte beschäftigen, die Steuerzahler der gesamten Republik Österreich leider noch viel länger.
 
Wie hiess es doch seinerzeit auf den Wahlplakaten? „Danke, Jörg“
Danke, freiheitlich nationalpopulistische Partei der Heimat.
 
Das habt ihr gut gemacht.
♥-lichst, Patricius.
 
 


[QUELLEN]
[1]http://kaernten.orf.at/news/stories/2706862/
[2]http://www.mein-klagenfurt.at/aktuelle-pressemeldungen/
pressemeldungen-august-2010/kaerntner-tankten-60-millionen-liter-billigdiesel/

[3]http://www.kleinezeitung.at/k/kaernten/chronik/4090586/Haiders-Leuchtturmprojekte-Vom-Babygeld-bis-zur-Hypo-
[4]http://kaernten.orf.at/news/stories/2706461/
 
 


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