So mögen sich gestern zwei von drei Steirern gefühlt haben, ansichtig des Ergebnisses zur Wahl ihres Landtages.
 
26,8% der Bevölkerung erteilten der politischen Sacharbeit in ihrem Bundesland eine klare Absage, und liessen sich von den schönen Plakaten mit den großen roten Lettern (ver)leiten.
 
Fremd im eigenen Land.
1.215.246 Einwohner, davon 97.182 ohne ostmärkische Staatsbürgerschaft[1].
 
600.887 Steirer haben ihre Stimme abgegeben, davon glaubten 161.155 jener heimatsozialen Partei[2], die zwar offiziell noch nie einen Ausländerwahlkampf geführt hat[3], aber dennoch ausser der Angst vor Fremden kein wirkliches Program aufweisen konnte.
 

Fremd im eigenen Land.
Gut verstehen werden zwei Drittel der Steirer nun die Kärntner, die sich auf den Bärentaler angesprochen jahrelang zu rechtfertigen suchten und immer wieder betonen mussten, nicht alle ihrer Landsleute wären von Xenophobie und dem Nationalismus alter Schule besessen.
 
Fremd im eigenen Land.
Wir alle erinnern uns noch gut an das Gefühl nach der Installation der Wenderegierung im nun schon historischen Jahre 2000, als man aufgrund der Regierungsbeteiligung der Kärntner Sonne im Ausland zögerte zu bekennen aus welchem Lande man stammt, müde der ewigen Rechtfertigung, dass nur ein Drittel des Volkes sich bei der Wahl von Neid und Angst hat leiten lassen.
 
Erspart bleibt den Steirern aber glücklicherweise das Schicksal Kärntens, den Verwaltungskünsten und der rechnerischen Begabung der nationalpopulistischen Partei ausgesetzt zu werden, da eine Regierungsbeteiligung eben jener so gut wie ausgeschlossen ist.
 
Die Steiermark wird so weiter ihren harten aber notwendigen Reformkurs gehen, die Partei die so gerne eine Verwaltungsreform als Grundfeste ihrer eigenen Politik verkaufen will wird weiter überall dort gegen eine solche wettern wo sie umgesetzt wird, und so mancher Steirer wird sich eine Neuauflage jener Sticker wünschen, die weiland nach 2000 so manches österreichische Automobil zierten.
 
„Ich habe ihn nicht gewählt“
 
Screenshot 2015-06-01 06.25.22
 
<3-lichst, Patricius.    


[QUELLEN]
[1]http://www.wibis-steiermark.at
[2]http://www.verwaltung.steiermark.at
[3]http://www.krone.at
 
 


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