Es gibt so Tage an denen man, wenn man sich als Chronist nationalistischer und faschistischer Dummheit betätigen will, stundenlang durch die Medien und FB Landschaft ackern muss um etwas zu finden abseits der ewig selben längst als solchen entlarvten Lügen, der selben unwahren und tausend mal widerlegten Geschichten und der endlos redundanten Hetze. Heute war kein so ein Tag. Allein die Überschriften heute würden reichen ein Satireblatt zu füllen. Von jenen möchte ich nun auszugsweise Gebrauch machen.
 
Sie waren die Mitte der Gesellschaft, sie waren das Volk. Sie waren gekommen um zu spazieren und einige um nach altem Brauch zu salutieren. Obwohl an jenem Abend die stolze Exekutivkraft so sehr mit dem Behindern der freien Presse beschäftigt war, und damit antifaschistische Gegendemonstranten zu photographieren, dass sie eben jene während der Demonstration an der Verrichtung ihres Auftrages gehinderte Medienvertreter um Photos von den Pegida Kundgebern bitten musste, ist es mittlerweile zu 8 Anzeigen wegen Wiederbetätigung seitens der Abendlandretter gekommen. Schwierig sei die weitere Aufklärung meint der Polizeivertreter, wahrscheinlich Bezug nehmend auf die hohe Zahl vermummter Vertreter derer die sich das Volk nennen.
 

Ein Vertreter einer ganz anderen, politisch etablierten Vereinigung von Rettern des christlichen Abendlandes wiederum hatte eine Einladung von russischen Vertretern des christlichen Abendlandes der etwas extremeren Natur zu einem Treffen erhalten, und entgegen seinen Beteuerungen dieser Tage, diese anscheinend, zumindest laut den Veranstaltern, auch freudigst angenommen.
 
Fast könnte man meinen die Partei der österreichischen Heimatsozialisten wolle im Superwahljahr 2015 Kreide fressen und sich nicht mit Vertretern der europäischen rechtsextremen Politszene wie der NPD (mit der man sonst so gerne Plakatinhalte teilt), der griechischen Goldenen Morgenröte, der British National Party u.s.w. in freundschaftlicher Verbindung sehen lassen, wäre da nicht, ja wäre da nicht….
 
Wäre da nicht jene Veranstaltung der Heimatsozialistischen Parteiakademie, die da den Titel trägt „Europas Bedrohung durch die Islamisierung“, die aber nichts mit Islamophobie oder gar Antiislamischer Hetze zu tun hat, sondern natürlich nur den Dialog fördern soll. Den Dialog mit Leuten wie dem Herrn W. aus den Niederlanden, der sich wieder besonders gerne dem „Dialog“ mit Marokkanern widmet und sich deshalb vor Gericht wegen Verhetzung verantworten muss.
 
Anders als Vertreter der französischen Front National, an deren Seite sich die Heimatsozialisten sonst auch so gerne gesellen, dort wird nicht wegen Verhetzung ermittelt sondern wegen groß angelegten Betruges, weil man Gelder von der (immer als so verschwenderisch kritisierten) europäischen Union zweckentfremdet, sprich veruntreut haben soll. Schlappe 7,5 Millionen. Der europäische Steuerzahler hats ja.
 
In Österreich wieder befleissigt sich die Heimatsozialistische Fraktion brave Wähler mit 2x einem Trachtenoutfit um bis zu 1000 Euro zu belohnen, so sie sich in der Wahlkabine selbst ablichten, also neudeutsch selfiefizieren, um zu beweisen dass sie wählen waren. Den Wahlzettel darf man darauf natürlich nicht sehen, aber wer außer heimatsozialistischer Wähler würde schon auf das Spiel der Führerpartei einsteigen, muss man doch den Trachtenkauf dann werbewirksam im Beisein des Parteigauleiters absolvieren?
Woher jene 1000,- Euro wohl kommen wollen wir gar nicht fragen.
Wahlgeschenke aus dem Topf der steuerfinanzierten Parteienförderungen wären ja auch unwürdig unlauter, oder?
 
Den regionaleren Kandidaten bleibt dann als Werbemittel nurmehr sich „mit enk allen zomsitzen für ein heimatliches Stainach-Pürgg Mit Grillhendl und heimatliche Musikanten“… und wahrscheinlich wie so oft bei Wahlveranstaltungen, reichlich Freibier. Die Partei hats ja, sie müssen ja keine Berufsdemonstranten bezahlen.
 
Es gibt so Tage, die sind gute Tage für Satiriker, dieser war schon fast zu gut.
 
♥-lichst, Patricius.
 
 


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