Es war ein hysterischer, also nein, ein historischer Wahlsieg, liess uns der Bundesspitzenkandidat wissen. Und so war es auch.
 
Steiermark. Das grüne Herz Österreichs ist von der heimatsozialistischen Partei erobert. Die ganze Steiermark? Nein, ein kleines Nest von 285 (von 286) Gemeinden leisten erbitterten Widerstand, landesweit verliefen sich nur 86,1% der Wähler in dem Irrglauben andere Parteien wählen zu können.
 
Immerhin hatte 2005 in Knittelfeld alles angefangen, also neu angefangen. Mitten in der grünen Mark. Seitdem schrieb die Bewegung der Fleissigen und Anständigen eine zuvor noch nie dagewesene Aufstiegsgeschichte.
In nur 10 Jahren hat man sich durch fleissiges Reimen und anständiges Angst schüren von einer 3-5% Bewegung zu einer politischen Naturgewalt mit 13,9 % gemausert.
 

Revanchismus war noch nie so blau, schon lange war der Ruf nach Rache als Wahlkampfthema nicht mehr so erfolgreich. Wir zeigen uns beeindruckt.
Die Frage die für mich noch zu klären wäre, ist jedoch folgende: Warum sollte man sich für eine Verwaltungsreform, die ja von den heimatsozialistischen Gesinnungskameraden ständig gefordert wird , wie z.B. die Fusionierung von Gemeinden, revanchieren indem man nicht die Reformer wählt, sondern jene, die Trotz dem eigenen Ruf nach Reformen ebensolche bis aufs Blut bekämpfen?
 
Noch eine Leistung weiß der Kanzler der Herzen zu würdigen, den Erfolg der französischen Rechten entgegen allen Erwartungen ihr Ergebnis nach den EU Wahlen letztes Jahr doch nicht zu steigern und den ersten Platz konsequent zu verfehlen.
 
Doch sind wir uns ehrlich, wer mit Kandidaten wie die nationalistischen und rassistischen Parteien Europas aufwartet, dazu noch kein politisches Programm hat, ausser dagegen zu sein, und jede kleine Erfolgsgeschichte die mit tatsächlichem Machtgewinn verbunden ist, früher oder später wegen Korruption und Machtmissbrauch vor den Gerichten landet, der muss jede einzelne Stimme die er noch bekommt zu feiern wissen.
 
So wollen wir uns mit dem kleinen Landstraßer Abziehbild der Kärntner Sonne auf die kommenden Wahlen freuen, auf weitere hysterische, nein nicht schon wieder, auf weitere historische Erfolge der Partei des kleinen Mannes, der in den Augen des heimatsozialistischen Beschwerdeführers doch nur der siebte Zwerg ist.
 
♥-lichst, Patricius.
 
 


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