Antiquarisches Pamphletorium
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Wiener Blut

FAIL – Verhalten

Beginnen möchte ich heute mit einer typisch nationalpopulistischen Verkürzung der gröberen Art.
 
Im Überschwang des anstehenden Wahlkampfes wählte man für das Titelbild der heimatsozialistischen Postille „Wir Steirer“ eine Fotografie des Blumendorfes Pusterwald, und setzte davor das Bild eines bewaffneten Strassenkämpfers aus einem Videospiel, um mit dieser Komposition den Titel „Steirische Asylantenheime: Jede Woche ein Polizeieinsatz“ subtil suggestiv zu unterstreichen[1].
 
Warum man dieser Art in der grünen Mark das Sicherheitsgefühl der Bürger untergraben möchte ist ungewiss, dass gerade eine menschenfreundliche Partei wie die Heimatsoziale von der Hetze gegen Minderheiten und künstlich generierten Ängsten in der Bevölkerung profitieren würde, ist ja doch nur eine linkslinke Propagandalüge.
 
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Der Tag des Herren.

Während im Mittelmeer heute wieder einmal wahrscheinlich an die 700 Menschen bei dem Versuch, die Todesgrenzen des humanistisch so hochstehenden und erhabenen Abendlandes zu überwinden[1], umkamen, waren in der Reichshauptstadt Wien diejenigen am Wort, deren dauerhafte Agitation gegen Menschen anderer Religion und Herkunft jenes Klima erst erschufen, in dem solch betrüblichen Nachrichten mehr Spott und Häme denn betroffene Antizipation hervorrufen.
 
Der Bundesheinrich, der Kanzler der Herzen und ewige Bundesspitzenkandidat, welcher, wie wir betroffen erfahren mussten, auch schon Opfer sexueller Übergriffe war, aber dennoch Gesetze zum Schutz der Opfer als unnötig erachtet, durfte in einem ausführlichen Fernsehinterview wieder einmal darlegen, warum seiner Meinung nach der Islam wohl eine anerkannte Religion sei, aber dennoch in Europa irgendwie nichts verloren hätte. Wohlweislich verschweigend die Implikation, dass wohl auch Menschen dieses Glaubens unerwünscht wären[2].
 
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Rechts-Wahl-zerr

Wie meistens gegen Ende der Woche präsentiert der Heinrich, Bundesspitzenkandidat auf Lebenszeit, stolz ein Balkendiagramm, welches, basierend auf einer aktuellen Umfrage, die heimatsoziale Partei gleichauf liegend mit den Sozialdemokraten und den Christlichsozialen zeigt.[1]
 
So sehr freut man sich über diese – am Umfragetelefon – gewonnene Wahl, dass man innerhalb weniger Stunden gleich zwei mal auf der Personalvertretungsseite des Umfragekanzlers in einem sozialen Netzwerk darauf hinweisen muss. Ist ja irgendwie schon so etwas wie ein kleiner Amtsantritt, nicht war?
 
Ritter Johann, Befreiherr von Knüppel aus Sack am Alsergrund, ortet basierend auf einer Umfrage zur bevorstehenden Wahl in der Reichshauptstadt Wien, leichte Probleme bei der Stimmenbeschaffung, die doch zum Behufe der Bürgermeisterwerdung des Bundesheinrichs dienen sollte.[2]
 
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So ein Tag …

Alles hätte so schön sein können.
 
Bevor man Abends die Hofburg wieder einmal zum Zentrum derer abendländischen Religionskriegverhinderer machen wollte, die meinen sie könnten ihr Ziel durch die Abschaffung aller anderen Religionen erzielen, und das am besten auch noch begleitet von gediegener Herabwürdigung derselben[1], hätte man den Grundstein für den Fall des roten Michls im Rathaus legen wollen. Doch es kam anders.
 
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Vertrauenskrise, Verwaltungsmiese

Zweierlei Themen muss ich heute behandeln, das erste mit 24 Stunden Verspätung. Zu tief sitzt einfach der Schock über die ungeheuerlichen Vorgänge in der Weltmetropole Guntramsdorf.
 
Jener, dem wir vertrauen können Asylsuchende als Höhlenmenschen zu bezeichnen (ja der schon wieder), der dessen Treue zu seiner Partei von ihm verlangt Familienmitglieder gegen ihren Willen auf Wahllisten zu setzen, der dem ein Amt als Vizekanz…äh natürlich Vizebürgermeister schon so sicher war wurde schändlichst in seinem Vertrauen auf die Dummheit seiner politischen Gegner entäuscht. So erdreisteten sich seine vermeintlichen neokonservativen Koalitionspartner doch Tatsächlich die Fronten zu wechseln, nachdem sie in einer anderen Koalition die größeren Vorteile für sich wähnten. Und das aus heiterem Himmel, ohne Vorwarnung. Wie unglaublich Schüssel das ist! Wie Knittelfeld!
 
„Vertrauen ist Mut, und Treue ist Kraft“ zitiert er vor Wut und Entäuschung bebend Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach, und beweist damit dass er trotz der seelischen Verwundung noch in der Lage war, den ersten Treffer bei Googles Suche nach den Worten „Treue“ und „Vertrauen“ korrekt zu kopieren. Da sind wir doch auch ein wenig Strolz, äh Stolz auf ihn.
 
Und damit zur Provinzstadt Wien, wo heute eine Vorstellung besonderer Art gegeben wurde. Der Chef der Heimatsozialistischen Partei, von dem man so oft eines seiner Lieblingsworte hört, nämlich Verwaltungsreform, und damit meint er die Einsparung sinnlos verprasster Steuergelder aufgrund unökonomischen Einsatzes von Beamten, begab sich heute aufgrund der Schliessung einer Polizeidienststelle nach Wien Eins.
 
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