Antiquarisches Pamphletorium
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Rechts-sprechung

Beschäftigungspolitik, ordentliche.

Keine Partei tut so viel für die Beschäftigungspolitik wie die heimatsoziale Gesinnungskameradschaft der Fleißigen und Anständigen. Genauer gesagt, wird fleißig daran gearbeitet, die juristischen Institutionen unserer schönen geographisch begrenzten Verwaltungseinheit namens Österreich anständig auszulasten.
 
Gemeint ist damit nicht nur der Versuch, Kritiker mittels gefinkelter Winkeladvokaterie außer Gefecht zu setzen, nein, man schafft auch Platz für Nachwuchs in den eigenen Reihen, indem sich der Jugendarbeit besonders ergeben Kameraden mittels geeigneter Rechtsverletzungen selber aus dem politischen Leben eliminieren.
 
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Moralzwiemaß

Höchst beleidigt zeigt man sich gerne, und hurtig mit rechtlichen Schritten, wenn ein Spitzenpolitiker mit Kreuzritterqualität von einem Musiker mit Schimpfworten belegt wird, oder genauer gesagt einem Schimpfwort, welches in der Subkultur eben jenes Musikers ungefähr die beleidigende Schlagkraft eines mürrisch ausgesprochenen „Guten Morgen“ hat.
 
Dass dieser Musiker damals der Täuschung erlag, der ebenfalls rappende Politiker sei dieser Ausdrucksweise mächtig und ihrer Bedeutungen gewahr, war natürlich ein Fehler, den er sich selber zur Last legen musste. Deshalb zahlte er auch ohne Murren die verhängte Strafe und glaubte damit wäre, unter Ehrenmännern, die Angelegenheit auch erledigt.
 
Selbst augenzwinkernde kleine Seitenhiebe erlaubte er sich danach in seiner Erleichterung über den gelösten Konflikt, sich der inhärenten Lehre über die Wehleidigkeit großer Wortjongleure im politischen Ambiente leider immer noch nicht bewusst werdend.
 
Unausweichlich wie es kommen musste, erboste sich schon kurz danach ein jünglicher Politaspirant der heimatsozialen Fraktion ob der Einladung jenes beleidigungsstarken Rappers zu einem Jugendfest. Es könne doch nicht angehen, der Jugend ein solch mangelhaftes Vorbild zu präsentieren.
 
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Rechtspflege.

… oder: Die großen Siege kleiner Männer.
 
Ein großer juristischer Sieg wurde heute wieder einmal einem Vertreter der heimatsozialen Partei zuteil. Weil der Berufspolitiksaspirant auf einer Internetplattform durch eine offensichtliche Beschimpfung geärgert wurde, sah er sich gezwungen den Rechtsweg zu beschreiten, um, anscheinend ganz dem Wesen seiner Partei entsprechend, den Kritiker auf legalem Weg mundtot zu machen.
 
Der Coup gelang auch, ich vermute nicht ganz ohne Unterstützung der Partei oder der Partei nahestehenden Rechtspflegern, und eine Geldstrafe wurde verhängt.[1]
 
Heimatsozialistische Partei 1, Privatperson 0.
Darauf kann man sich wohl in Zukunft einstellen. Glaubt man den vielen, sich in diversen Internetforen herumtreibenden Anhängern der nationalpopulistischen Partei, würden im Fall einer – wie man in diesen Kreisen so schön zu formulieren pflegt – Machtergreifung der Bewegung Geldstrafen noch das glimpflichste sein, womit Parteikritiker zu rechnen hätten.
 
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Gangsters.

Er war Leiter der Kärntner Nationalbanksfiliale von Beruf.
 
Er war sein Leben lang bekennender Sozialdemokrat. Bis er der nationalpopulistischen Partei des Bärentalers beitrat. Dann war er bekennender Freiheitlicher, ein Vertrauter der Kärntner Sonne. Bis er mit dem rechtsdrehenden Gestirn der österreichischen Innenpolitik zu dem politischen Bündnis wechselte, welches die Zukunft des Landes im Namen trug. Dann war er bekennender, ja, wofür auch immer diese politische Bewegung gestanden haben könnte.
 
Für die Geschichtsbücher der Innenpolitik wird das politische Bündnis des Mannes, der sich durch unfreiwilligen Suizid jeglicher Verantwortung entzog, auf jeden Fall für eines stehen, Korruption und Machtmissbrauch, in bis dato in dieser Republik noch nicht da gewesenem Stil. Noch nie zuvor wurde in so kurzer Zeit, so konzentriert, soviel Leistung erbracht, von der man nicht wusste welche Leistung eigentlich erbracht wurde, wurde derartiger Raubbau am Staatsvermögen betrieben, und noch nie zuvor endete ein derart großer Anteil an Karrieren politisch Aktiver der Partei und deren Umfeld vor Gericht.
 
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Rechts gesprochen.

Freitag der 13te. Zahlenmystiker würden jetzt viel herauslesen können, wenn es etwas daraus zu lesen gäbe.
 
Trotz dieses so mit Aberglauben belegten, angeblichen Unglückstages war es für den Reichsstatthalter von Gurk ein Tag der Freude. Er darf nun gerichtlich beurkundet auch weiterhin öffentlich die Meinung kundtun, der Nationalsozialismus wäre nichts Schlechtes gewesen – nur das, was im Namen des Nationalsozialismus gemacht wurde, war nicht gut. (anm. d. red.: Siehe Bericht 8.März)
 
Mit anderen Worten heißt das, man darf sagen, eine Ideologie welche Menschen aufgrund ihrer Herkunft über andere stellt und eben jene Untergestellten unterworfen und vernichtet sehen will, wäre nicht schlecht – nur die Ausführung der Ziele jener Ideologie soll man nicht öffentlich gutheißen. Ein wahrlich österreichisches Urteil, Nationalsozialist zu sein ist strafbar, außer man macht es daheim im Keller oder im Wald bei Wehrsport …. äh ich meine natürlich Paintballspielen mit Kameraden.
 
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