Antiquarisches Pamphletorium
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Lichtbild-erberger

Blauer Dunst

Eine Groteske in endlosen Zügen.
 
Er träumt so gerne, der ewige Bundesspitzenkandidat. Von hohen Ämtern und von Macht im Staat. Die Umfragen, die ihm so gerne bestätigen, dass seine Partei sich dem Reigen der beiden anderen großen Parteien anschliessen könne, in Realität umzusetzen, das will jedoch nicht so recht gelingen.
 
Verzweifelt und ringender Hände wirft er nun, sich schon voll auf den Kampf um den Gauleiterstuhl in der Reichshauptstadt einstimmend, den letzten Rest realpolitischen Anspruches über Bord, um seinen potentiellen Wählern das Blaue vom Himmel zu versprechen.
 
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Orth-ochthone Lausbuberein.

Der schöne Ort Orth an der Donau, gelegen im malerischen Marchfeld, im südöstlichen Gau Niederdonau, wird dank dem Listenzweiten der Heimatsozialen Partei, und dessen spektakulären politischen Zeichensetzungen, immer wieder zum Brennpunkt gesellschaftlicher Grundsatzdebatten.
 
So protestiert man gerne gegen den Bau einer – dem Kulturbetrieb zugedachten – Mehrzweckhalle, weil man doch eh einen Kuhstall für Veranstaltungen hätte, man zelebriert die Aufstellung einzelner, neuer Mistkübel mit allem Pomp und Trara, wie man es sonst nur aus großen Städten bei der Einweihung wichtiger neuer Gebäude kennt, man bemüht sich – wie die nationalpopulistische Partei allerorts – darum den interkulturellen Dialog in Schulen durch die verpflichtende und ausschließliche Anwendung der deutschen Sprache in der verbalen Kommunikation zu unterbinden, und man posiert auch mal gerne zu Weihnachten-, Verzeihung, zum Julfest traditionsbewusst in zerissenen Bluejeans vor einem Christ, ich meine natürlich Julfestbaum.[1]
 
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