Antiquarisches Pamphletorium
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Kreuzritter

1. Mai

Während in Wien und vielen anderen Orten der Welt der höchste Feiertag der Arbeiterbewegung und ihrer Parteien zelebriert wurde, um sich der grossen Errungenschaften der Sozialdemokratie zu besinnen, lud die heimatsoziale Partei in Linz in ein Bierzelt um das zu feiern, was sie am besten können. In Österreich geboren zu sein.
 
Als in Wien die Festumzüge aus den Bezirken nach langem Marsch langsam begannen sich auf dem Rathausplatz zu versammeln, saßen jene, die dem Wiener Bürgermeister so gerne ein Alkoholproblem andichten, schon bei den ersten Krügeln Bier.
 
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Meinungsbilderung

Zu gerne erinnern wir uns an das, der Volksbildung zugedachte, in einfachen Bildern erklärte Werk „Sagen aus Wien“, welches uns die nationalpopulistische Partei vor einigen Jahren selbstlos und kostenfrei zukommen liess.
 
Schon damals behaupteten böse Geister, welche der heimatsozialen Partei nicht wohl gesonnen waren, die vereinfachten bildlichen Darstellungen, die zum Beispiel den blauen Ritter Heinrich zeigten, wie er ein Kind auffordert für den Lohn einer Wiener Wurstspeise dem „Mustafa“ eine mit der Steinschleuder „aufzubrennen“, würden versuchen die Meinung der Bevölkerung gegen Migranten türkischen Ursprungs aufzuhetzen[1].
 
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Schal und Rauch.

Ein Thema, so repetitiv wie der Griff zum Glimmstengel.
 
Schon gestern war die Zusammenrottung eines rauchenden Mobs vor dem Reichsratsgebäude eines der Themen, die ich behandeln durfte. Vor allem die Teilnahme des Bundespitzenkandidaten aus dem blauen Rauchersalon, dem keine Tabakelei mit kontroversen Themen fremd ist, solange jene nur emotionalisierbar genug sind.
 
Beleuchtete ich gestern vor allem das Versprechen des glimmenden Verehrers braunen Rauchkrautes, im Falle seiner Wahl zum Bürgermeister der Reichshauptstadt, sein Amt zu missbrauchen um Bundesgesetze zu missachten[1], wurden heute noch ein paar kleine, aber besonders makabere Details der Veranstaltung bekannt.
 
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Listig

Gerne liest man dieser Tage in sozialen Netzwerken von Bestrebungen seitens jener, welche sich, in ihrer unglaublichen Masse von bis zu 200 Leuten, gerne das Volk nennen, eine „Datenbank“ aufzubauen, implizierend, dass sich jenes Datenkonglomerat inhaltlich mit den Gegnern der islam- und ausländerfeindlichen Bewegung beschäftigen würde.
 
Aber wozu so eine Liste? Sollten die ominösen Andeutungen gar eine versteckte Drohung sein, weiß man doch um die mutmaßliche Verbindung der ach so besorgten und angeblich aus der Mitte der Gesellschaft stammenden Volksvertreter ohne demokratische Legitimation, zur gewaltbereiten rechten Szene. Nur zu gut in Erinnerung sind uns die Bilder jener Hooligans von jenem legendären Abendländerspaziergang in Wien.
 
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Heinrich der Grobe

Keiner feiert dieser Tage den Bundesheinrich so sehr, wie der Spitzenkandidat aller Klassen es selber tut.
 
10 Jahre ist es nun her, seit der Erdberger Zahntechniker die Partei und das Protestwählerpotential vom Bärentaler Selbstzerstörer übernahm, 10 Jahre hat er gebraucht um eben jenes Protestwählerpotential wieder voll auszuschöpfen, und dies dann auch noch als „politischen“ Erfolg feiern zu können.
 
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